Unser Start ins neue Leben

Bereits Ende August haben wir unsere Jobs gekündigt und hatten 4 Wochen Zeit unsere Wohnung und alles Materielle aufzulösen. Wir wussten es wird eine anstrengende Zeit, haben aber nicht geglaubt, dass wir an unsere Grenzen stossen. Vieles war neu für uns und immer wieder brauchte es Nerven und Geduld, um an unser Ziel zu kommen. Auch funktionierte nicht alles so, wie wir es uns gedacht haben. Wir suchten Kompromisse und fanden keine. Das war dann doch sehr frustrierend. Was heisst dies nun im Klartext. Im Moment sind wir keine Weltenbummler, wir haben keinen Status. Somit sind wir von der Schweiz zwar abgemeldet aber steuerlich und juristisch immer noch in der Schweiz registriert. Somit werden wir, wie alle in der Schweiz, die Steuererklärung nächstes Jahr erhalten, ausfüllen und einreichen. Danach haben wir kein Einkommen mehr und wie dann das aussieht, wissen wir auch nicht. Nach mehrmaligem Nachfragen haben wir aufgegeben und lassen es jetzt mal so laufen. Das Zweite war die Krankenkasse. Marcel konnte sich ohne Probleme abmelden, ich mich bei der CSS nicht. Ohne einen Sitz im Ausland läuft die Krankenkasse weiter. Obwohl ich zwar nachgefragt hatte und das Go erhalten habe, hiess es dann 14 Tage vor abreise, es gehe jetzt doch nicht. Somit zahle ich weiter die Krankenkasse, was unser Budget ziemlich belastet. Die einzige Lösung ist, dass wir uns irgendwo im Ausland anmelden und ein halbes Jahr später wieder abmelden. Für dieses Problem lassen wir uns ein Jahr Zeit und hoffen, bis dahin eine Lösung gefunden zu haben. Soweit zu den staatlichen Problemen. Andere konnten wir sehr gut lösen, auch unser kleines Auto, konnten wir zwar mit 2-tägiger Verspätung zurückgeben, aber alles klappte so, wie abgemacht. Nach dem wir uns von Freunden, Kollegen und Familie verabschiedet haben und noch 4 Tage auf dem Campingplatz Zug verbrachten, starteten wir unsere Reise am 30.09.2021. Da wir dringend neue Kraft tanken mussten, entschieden wir uns direkt in den Süden zu fahren und nicht wie ursprünglich geplant an die Nordküste von Frankreich zu fahren. Wir gaben uns 14 Tage Zeit um dann in Oliva, in der Nähe bei Valencia einzutreffen. Über Dole, Avignon, Gruissan, Saverdun, Sort über die Pyrenäen haben wir Peniscola und dann Oliva erreicht. Sonne, viel Regen, stürmische Winde, fast Null Grad, alles hatten wir in den 14 Tagen. Also, unser Wohnmobil ist auf jeden Fall dicht! Nun sind wir seit ein paar Tage hier und gewöhnen uns langsam an den Alltag. Dabei gibt es hier nicht viel auszusetzen, 24 Grad, sonnig, Baden im Meer geht auch noch und wichtig, richtiges Internet haben wir jetzt auch. Deshalb hat es ein wenig gedauert, bis der erste Post online geht. 

Avignon
Avignon

Pont du Gard

Abbaye de Saint-Marie de Fontfroide

Carcassone

Mirepoix

Pyrenäen

Pyrenäen

Peniscola


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